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Stauffenberg

SWR-Onlineprojekt Website »Stauffenberg – Der Film«

Preisträger des »Grimme Online Award TV« 2004,
verliehen für Redaktion und Gestaltung, sowie Gesamtverantwortung.
 

Internetadresse: offline
 

Das Projekt
Die Website »Stauffenberg« bietet ausführliche Informationen zum Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. Sie zeigt, welche Rolle der junge Offizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielte und zeichnet die Entwicklung des militärischen Widerstandes von 1938 bis nach dem Scheitern der Umsturz-Pläne nach. Das Angebot verdeutlicht das Handeln und die Biografie der Protagonisten. Und es bietet Wissenswertes über den vom SWR produzierten Fernsehfilm, den Regisseur Jo Baier, die Schauspieler und die Dreharbeiten.

Begründung der Jury
Die Website zum Film »Stauffenberg« erscheint der Jury preiswürdig, weil sie mehrere Vorzüge vereint: Die Gestaltung ist angenehm und unspektakulär, das Erscheinungsbild übersichtlich und elegant, die Vermittlung der Inhalte geschieht, ohne den Fernsehbeitrag zu duplizieren. Darin spiegelt sich die zunehmende Reifung des Internet als Medium wider. Es sind nicht bunte Bildchen und blinkende Buttons, sondern die Inhalte, um deretwillen das Internet ein so faszinierendes Medium ist. Die Flüchtigkeit der Fernsehbilder kann eingefangen werden, dem Augenblick wird Dauer verliehen. Den Gestaltern der Website gelingt es, diese Transformation mit den Mitteln des Internet zu erreichen.

Die Site ist zwar programmbegleitend, kann jedoch auch ohne den Fernsehfilm verstanden werden. Der besondere Effekt dabei ist die Tatsache, dass sich die Website auf die historischen Fakten zum Ereignis fokussiert. Jede unnötige Verzettelung wird vermieden, die Site trennt in zeitgeschichtliche Hintergründe und Material zum Film. Die Darstellung des historischen Umfeldes stellt eine sinnvolle Erweiterung des im Film behandelten Ereignisses dar.

Es wird auch hier auf Effekthascherei zugunsten der nüchternen, sachlichen – meist geschriebenen – Darstellung verzichtet. So gelingt es den Machern, die Brücke zu schlagen vom doppelt singulären Ereignis – das Attentat/der Film – zu einer Reise in die Geschichte, von der der User mit neu erworbenem Wissen zurückkehrt, ohne sich ermüdet zu fühlen. Man wünschte, alle Lehrbücher könnten solches von sich behaupten.