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Sendungen für 'planet wissen'

SWR-Fernsehen: Montag bis Freitag, 15 bis 16 Uhr
WDR-Fernsehen: Montag bis Freitag, 15 bis 16 Uhr
BR-alpha: Montag bis Freitag, 16:15 bis 17:15 Uhr
RBB (jew. um einen Tag versetzt): Montag bis Freitag, 14 bis 15 Uhr
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RAF - Deutschland im Fadenkreuz, 26.6.2008
Der linksextremistische Terror der RAF ist auch 10
Jahre nach der Selbstauflösung nicht in Vergessenheit geraten. 34 Morde,
zahlreiche Bombenanschläge und Sprengstoffattentate gehen auf das Konto
der „Roten Armee Fraktion“. Gerade die Geschehnisse im Deutschen Herbst
versetzten Deutschland in Angst und Schrecken. Die Schleyer-Entführung,
das Geiseldrama in Mogadischu und schließlich der kollektive Selbstmord
der ersten RAF-Garde in Stuttgart-Stammheim bestimmten das Jahr 1977.
Bis in die 90er Jahre ermordete die RAF gezielt Repräsentanten aus
Politik und Wirtschaft, bevor sie sich schließlich sang- und klanglos
auflöste.
Gemeinsam mit dem Regisseur und Kenner der Szene Andres
Veiel erinnert Planet Wissen an die bleierne Zeit des RAF-Terrors in
Deutschland.
Wo
bitte liegt SCHLESIEN? 06.11.2007
Schlesien ist ein uralter Landstrich, ein Stromland, geprägt von den
fruchtbaren Böden rechts und links der Oder. Romantisch verklärt von
Eichendorff, gepriesen von Goethe, war Schlesien seit der
Völkerwanderung ein klassisches Durchzugsland. Germanische und slawische
Stämme siedelten sich hier an und als Schmelztiegel verschiedener
Kulturen und Sprachen durchlebte Schlesien stets eine spannungsreiche
Geschichte. Doch nie hat die Region soviel Leid und Verderben erfahren
wie im 20. Jahrhundert. Heute ist Schlesien im vereinten Europa
angekommen – als Mahnmal einer zerstörerischen Vergangenheit und als
geschichtsträchtiger Ort der Aussöhnung zwischen Polen und Deutschen.
Gemeinsam mit der Schlesierin Monika Taubitz dokumentiert PLANET WISSEN
die wechselvolle Geschichte Schlesiens und erzählt von den Schönheiten
und Besonderheiten einer unvergleichlichen Kulturlandschaft.
RENAISSANCE - das goldene Zeitalter, 26.10.2007
Die Renaissance gehört zu den schillerndsten und unvergänglichsten
Epochen der Menschheit. Mit grenzenlosen Selbstvertrauen bricht der
Mensch im Europa des 15. und 16. Jahrhundert auf zu neuen Ufern und
revolutioniert Kunst, Kultur und Wirtschaft. Kulturelle Eliten sorgten
für einen einzigartigen Modernisierungsschub, innerhalb weniger
Jahrzehnte entstehen grandiose Bauwerke, Gemälde und Kunstwerke, die zu
den bedeutendsten Werken der Welt gehören. Ihre Schöpfer tragen Namen
wie Michelangelo und Leonardo da Vinci und sind hochbezahlte Superstars
ihrer Zeit, arbeiten ausschließlich für Regenten und Päpste.
Gemeinsam mit dem Zürcher Historiker und Renaissance-Forscher Bernd
Roeck unternimmt PLANET WISSEN einen Streifzug durch die mitreißende
Welt der Renaissance, geht den bahnbrechenden Errungenschaften der
glanzvollen Epoche nach und nimmt bedeutende Gemälde und Kunstwerke
unter die Lupe.
Die KENNEDYS - Glanz, Macht und Tragödie, 20.09.2007, Wdh. 08.02.2008
Sie gehören zu den berühmtesten Dynastien der Welt, sie wurden zu Ikonen
des kalten Krieges, sie waren die heimlichen Royals der USA: Die
Kennedys. Ihr Leben und Sterben ist spannender als jeder Roman, großes
glamouröses Kino. Die Kennedys haben die größten Triumphe gefeiert und
die schrecklichsten Tragödien erlitten. An der Spitze Amerikas wurden
John und Jackie zu Kultfiguren, die eine ganze Generation bewegten und
inspirierten. Doch der Segen wurde zum Fluch, die Attentate auf John und
Robert, die viel zu jung im Kugelhagel starben, führten früh zu ihrer
Verklärung.
Gemeinsam mit dem Historiker und Kenner der Geschichte der Kennedys
Prof. Dr. Georg Schild macht sich PLANET WISSEN dem Mythos der Kennedys
auf die Spur und zeichnet die Höhepunkte ihres bewegten Lebens und
Sterbens nach.
STALIN – Der rote Diktator, 06.09.2007
Er ist in die Geschichte eingegangen als Urheber einer dreißigjährigen
Gewaltherrschaft, die auf Terror und Personenkult beruhte: Der Georgier
Josef Wissarionowitsch Dschugaschwilli, genannt Stalin. Der russische
Diktator gehört zu den schlimmsten Verbrechern der
Menschheitsgeschichte. Die russische Zwangskollektivierung endete in
einer der größten Hungersnöte der Menschheit, der „Große Terror“,
Stalins Deportationen und Zwangsumsiedlungen und sein gigantisches
Straflagersystem brachten Millionen Menschen den Tod und unsägliches
Leid über die Länder der ehemaligen UdSSR und Osteuropas. Doch bis heute
wird Stalin in russisch-kommunistischen Kreisen immer noch als Idol
verehrt und verklärt.
Gemeinsam mit dem Historiker und Kenner der Geschichte des Stalinismus
Prof. Dr. Jörg Baberowski zeichnet PLANET WISSEN ein Porträt des roten
Diktators und fragt nach den Ursachen des sowjetischen Terrors und der
jahrzehntelangen Diktatur.
BRIEFMARKEN - Kunstwerke im Kleinformat, 01.03.2007, Wdh. 29.08.2007
Vor über 150 Jahren gab es in Europa eine revolutionäre Erfindung, die
das Briefeverschicken sensationell vereinfachte: Die Briefmarke. Die
Ausgabe dieses bunt bedruckten Postwertzeichens war zugleich die
Geburtstunde eines neuen Hobbies, das Briefmarkensammeln. Allein in
Deutschland gibt es heute noch 3 Millionen Sammler. Berühmte Briefmarken
wie der blaue Mauritius-Fehldruck, die rote British Guiana One Cent oder
die schwedische 3-Schilling-Marke in gelb-orange lassen Sammlerherzen
höher schlagen und wechselten immer wieder für Millionenbeträge den
Besitzer. Doch nach gut 150 Jahren Geschichte ist das Frankaturzeichen
und Sammelobjekt Briefmarke heute vom Aussterben bedroht. In jeder
deutschen Postfiliale machen inzwischen ausdruckbare Barcode-Aufkleber
der Briefmarke Konkurrenz.
Gemeinsam mit dem Grandseigneur des deutschen Briefmarkenhandels
Wolfgang Jakubek unternimmt PLANET WISSEN einen Streifzug durch die
bunte Welt der Postwertzeichen, geht der seltsamen Spezies des
Briefmarkensammlers nach und nimmt bedeutende Raritäten unter die
Briefmarkenlupe.
MÜHLEN – Vom Mahlen und Sägen, 27.02.2007, Wdh. 28.08.2007
Wasser- und Windmühlen sind die ältesten Maschinen der Menschheit. Die
bahnbrechende Kulturleistung des Menschen, mit der Erfindung der Mühle
Muskelkraft durch die natürlichen Energien Wasser und Wind zu ersetzen,
prägte 2000 Jahre lang Leben und Landschaft in Europa. In
Norddeutschland waren Windmühlen weithin sichtbare Wahrzeichen der
Region. In den gebirgigen Gegenden in Süd- und Mitteldeutschland, etwa
im Schwarzwald, waren die an rauschenden Bächen gelegenen Wassermühlen
jahrhundertelang nicht wegzudenken. Heute wirken die wenigen noch
verbliebenen historischen Mühlen auf uns romantisch, wie idyllische
Momentaufnahmen einer guten alten Zeit.
Gemeinsam mit dem Direktor des Mühlenmuseums Gifhorn, Horst Wrobel,
unternimmt PLANET WISSEN einen Streifzug durch die Geschichte und Kultur
der alten Mühlen und geht der Begeisterung auf den Grund, die heutzutage
wieder viele Menschen für den Kulturträger Wind- und Wassermühle
erfasst.
Die BIBEL - Das Buch der Bücher, 20.12.2006
Die Bibel gehört zu den wichtigsten Kulturzeugnissen der Menschheit,
ihre Rekorde sind legendär. Buch der Bücher, meistverkauftes,
meistgedrucktes Buch der Welt, kein anderes Werk ist in so viel
verschiedene Sprachen übertragen worden, wie die Bibel. Dabei ist die
Bibel kein Werk eines einzelnen Autors. Das Buch der Bücher ist vielmehr
eine Bibliothek, ihre Texte sind über Jahrthunderte hinweg erzählt und
weitergegeben, aufgeschrieben und gelesen worden. Die Bibel erzählt
Geschichten von der Beziehung zwischen Gott und den Menschen.
Geschichten, die längst Geschichte geworden sind, unsere Geschichte.
Denn die Bibel stammt aus den Anfängen unserer Kultur.
Gemeinsam mit der Religionspädagogin und Leiterin der Meersburger
Bibelgalerie wirft PLANET WISSEN einen tiefen Blick in das Buch der
Bücher, erzählt von den verschiedenen Texten der Bibel und ihren
Verfassern. Die Bibel – ein uraltes Buch, ohne das heute nichts so wäre,
wie es ist.
KLOSTERLEBEN, 19.12.2006
Ein Leben im Kloster – diese Entscheidung traf die Ordensschwester
Laetitia Fech aus der Oberpfalz wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Als
Nonne suchte sie ein Leben in Abgeschiedenheit und Gebet. Doch mit 38
Jahren wurde sie zur weltweit jüngsten Äbtissin des
Zisterzienserinnen-Ordens gewählt. Nun schultert die Chefin des Klosters
Waldsassen die Verantwortung einer professionellen Managerin. Doch der
klösterliche Rhythmus der Ordensschwester dient als Quelle der
Inspiration und Kraft. Als Nonne kann Laetitia Fech auf eine
Jahrtausende alte Kulturgeschichte zurückblicken. Denn während in Europa
vor über 1000 Jahren die Menschen ihre kulturellen Errungenschaften
allmählich vergaßen, erwiesen sich die Mönche als Bewahrer und Förderer
des Wissens und der Wissenschaften. In den Klöstern wurde gelesen,
geschrieben und gelehrt. So entwickelte sich die Klostermedizin aus der
mönchischen Sorge um die Kranken und legte damals den Grundstein für die
heutige Schulmedizin. Heute nehmen hingegen immer mehr Menschen in
Klöstern eine Auszeit von den täglichen Zwängen und Anforderungen und
nutzen die vielseitigen Angebote der Mönche und Nonnen zur inneren
Einkehr.
Die VERMESSUNG DER ERDE, 07.12.2006
Die Erde ist ein Kugel und dreht sich um die Sonne. Eine Erkenntnis, die
heute selbstverständlich ist, Jahrhunderte lang jedoch die Gemüter
erregte, und Wissenschaftler wie Galileo Galilei fast auf den
Scheiterhaufen brachte. Seit seinen Ursprüngen macht der Mensch sich
Gedanken über Raum und Boden, auf dem er lebt und steht, will wissen,
wie seine Umgebung beschaffen ist. Heute reicht ein Navigationssystem
von der Größe einer Zigarettenschachtel um mit Hilfe von Satelliten die
eigene Position punktgenau zu bestimmen. Doch wie orientierte sich der
Mensch in früheren Zeiten? Wie gingen die ersten Landvermesser vor, wie
errechnete der Mensch das von ihm erdachte Gitternetz aus Breiten- und
Längengraden? Wie entstanden die ersten See- und Landkarten und wie ist
es uns gelungen die Lage des blauen Planeten in den unermesslichen
Weiten des Alls zu berechnen?
Gemeinsam mit dem Geo- und Karthographen Prof. Dr. Armin Hüttermann
ergründet PLANET WISSEN die spannende Geschichte der Vermessung der Erde
ohne die das komplexe Verkehrsaufkommen und die Mobilität des modernen
Menschen undenkbar wären.
DIE 20er JAHRE – Tanz auf dem Vulkan, 28.11.2006
Es war ein stürmisches Jahrzehnt – und doch herrschte nur die Ruhe vor
dem Sturm, in der Epoche der 20er Jahre. Es war die Zeit zwischen zwei
Weltkriegen, eingerahmt vom Inflationsjahr 1923 und der
Weltwirtschaftskrise 1929. Die Menschen fanden keine Arbeit. Hunger,
Armut und Mangel beherrschten das Leben, Kriegsversehrte und
gewaltbereite Agitatoren die Straße. Doch bei aller Verzweiflung gab es
ungeahnte Freiräume. Zwänge und althergebrachte Ordnungen zerbrachen,
die goldenen Zwanziger versprachen zumindest den Wohlhabenden Freiheit
und Glamour. Die Menschen feierten die Freikörperkultur und den
Bubikopf, entdeckten den Jazz und tanzten frenetisch Charleston. Bauhaus
und Brecht waren Eckpfeiler einer neuen Avantgarde, Radio und
Elektrogeräte revolutionierten Gesellschaft und Haushalt.
PLANET WISSEN zeichnet ein spannendes Bild der bewegten 20er Jahre und
begibt sich mit dem Mainzer Historiker Professor Sönke Neitzel auf
Spurensuche in eine manisch-depressive Epoche der Extreme.
MEDIZIN IM ZWIELICHT, 17.11.2006
Die enormen Fortschritte unserer hochgerüsteten High-Tech-Medizin haben
eine dunkle Kehrseite. Immer wieder gibt es ärztliche Kunstfehler,
falsche Diagnosen und hochgefährliche Medikamente, die sich als
lebensbedrohlich erweisen, statt dem Patienten Heilung zu bringen. Bei
einem jährlichen Umsatz von über 550 Milliarden Dollar weltweit, bringt
die Pharmaindustrie immer wieder Präparate auf den Markt, die schwere
Nebenwirkungen auslösen. Als dramatischster Pharmaskandal der Geschichte
erwies sich die Contergan-Tragödie in den sechziger Jahren. Steigender
Leistungsdruck bei schrumpfenden Budgets, mangelnde Sachkenntnisse und
schlichte Selbstüberschätzung führen darüber hinaus in Arztpraxen und
Krankenhäusern tagtäglich zu schweren Behandlungsfehlern am Patienten.
PLANET WISSEN diskutiert mit dem Bonner Medizinhistoriker Heinz Schott
und dem Kölner Patientenanwalt Boris Meinecke Irrtümer und
Fahrlässigkeiten in der Medizin und ihre Auswirkungen auf den Patienten,
die ebenso zahlreich wie verschieden sind.
GETREIDE, 25.10.2006
Vor etwa 10.000 Jahren begannen die Menschen in einem fruchtbaren
Landschaftsgürtel im nahen Osten Gräserpflanzen anzubauen, deren
Samenkörner bald das wichtigste Nahrungsmittel der Menschheit wurden.
Die Menschen hatten das Getreide entdeckt. Durch die Kultivierung des
Getreides wurden die Menschen sesshaft, der Getreideanbau markiert den
Anfang der menschlichen Zivilisation. Einkorn, Emmer und Gerste waren
die ältesten Getreidearten, die in den steinzeitlichen Ackerbaukulturen
angepflanzt wurden. Heute stehen Weizen, Mais und Reis und Hirse auf dem
Speisezettel der Welt an erster Stelle. Allein in Deutschland werden
jährlich bis zu 25 Millionen Tonnen Weizen geerntet.
Zu Gast bei PLANET WISSEN ist Hansjörg Küster, Professor für
Pflanzenökologie an der Universität Hannover. Mit ihm unternimmt PLANET
WISSEN einen botanischen Streifzug durch das weite Feld der
Getreidearten und diskutiert die kulturgeschichtlichen Auswirkungen der
Samenfrüchte auf Mensch und Umwelt.
PERLEN – Juwelen der Ozeane, 11. September 2006
Nach wie vor ist der Mythos der Perle ungebrochen. Sagen
und Erzählungen ranken sich um den kostbarsten Schmuckstein organischen
Ursprungs, Jahrhunderte lang war die Perle ein Privileg der Reichen und
Mächtigen, der Kaiser und Könige. Perlen entsprechen dem menschlichen
Schönheitsideal, sie stehen für stehen für Reinheit, Glück, Reichtum und
Schönheit. Erst die japanische Erfindung der Zuchtperle im 20.
Jahrhundert macht die begehrten Kostbarkeiten auch breiten Schichten
zugänglich.
Gemeinsam mit dem internationalen Perlenhändler Dieter Müller unternimmt
PLANET WISSEN einen Streifzug durch die schimmernde Welt der Perlen und
erläutert ihre geheimnisvolle Entstehung, Zucht und Verarbeitung zu
schmuckvollen Kleinoden. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der
prachtvollen Juwelen der Ozeane.
DIE KELTEN - 16. Januar 2004, Neufassung 09. Oktober 2006
Die Kelten sind unsere Urahnen. Bei den alten Römern und Griechen wegen
ihrer Tapferkeit berüchtigt und gefürchtet, lebten und starben die
Kelten vor weit über 2000 Jahren in Mitteleuropa. Obwohl sie die
europäische Landkarte von der Bretagne und Spanien bis nach Kleinasien
besiedelten und unangefochtene Meister der Eisenschmiedkunst waren, die
Kelten haben uns nur wenig Zeitzeugnisse hinterlassen, denn sie besaßen
keine Schrift. Bedeutende Bestattungsfunde finden sich vor allem in
Österreich, Frankreich und Deutschland. Wer waren diese rätselhaften
keltischen Völker und Stämme aus der grauen Vorzeit, gab es eine dunkle
Seite der Kelten, die Menschenopfer darbrachte, und was nahmen die
geheimnisvollen keltischen Druiden für Stammesfunktionen ein -
Geheimnisse, die die archäologischen Forschung bis heute intensiv
beschäftigen.
PLANET WISSEN nimmt Sie mit auf eine Zeitreise, nimmt die Lebensweise
und archäologischen Hinterlassenschaften der Kelten genauer unter die
Lupe und macht sich mit dem Archäologen Professor Markus Egg der
geheimnisvollen Geschichte der keltischen Kulte und Rituale auf die
Spur.
Der OBERSALZBERG - Hitlers heimliches Hauptquartier, 16. Juni 2006,
Wdh. 12.01.2007
In die Geschichte ging er ein als "Berg des Führers", hier plante Adolf
Hitler den Holocaust und versammelte seine engsten Vertrauten um sich:
Der Obersalzberg bei Berchtesgaden. Die anrückenden Alliierten
fürchteten den heftigen Widerstand der „Alpenfestung“, doch mit dem
Dritten Reich versank im Frühling des Jahres 1945 auch der heimliche
Regierungssitz der NS-Prominenz im Bombenhagel der Siegermächte. Als
Hitler hier in den dreißiger Jahren seinen "Berghof" errichtet und den
nahbaren Privatmann spielt, strömen die Nazi-Wallfahrer in Scharen, um
einen Blick auf den Führer zu erhaschen. Kurzerhand wird der
Obersalzberg hermetisch abgeriegelt, zum „Führersperrbezirk“ erklärt und
die alteingesessene Bevölkerung brutal von den neuen Machthabern
vertrieben.
Heute ist der Obersalzberg im Berchtesgadener Land ein traumhaft schöner
Flecken an der deutsch-österreichischen Grenze, besucht von Touristen
aus der ganzen Welt.
Der Journalist Ulrich Chaussy ist der wechselvollen Geschichte des
Obersalzbergs in Jahrzehnte langen Recherchen nachgegangen. Mit ihm
macht sich PLANET WISSEN dem Mythos Obersalzberg auf die Spur,
dokumentiert das Leben am Obersalzberg vor der Übernahme der Nazis und
durchleuchtet das schwierige Erbe, das der historisch belastete Ort den
Deutschen hinterlassen hat.
BENEDIKT XVI. - Ein Papst aus Deutschland, 8. Juni 2006
Wir sind Papst. Eine Schlagzeile, die am 19. April 2005 um die Welt ging
– nach 482 Jahren ist erstmals wieder ein Deutscher auf dem Papstthron:
Benedikt XVI., mit bürgerlichem Namen Joseph Alois Ratzinger. Als
Chefdenker der römischen Kurie und konservativer Glaubenswächter hat
sich der brillante Theologe weit vor der Ernennung zum Papst auf
internationalem Parkett einen Namen gemacht. Doch wer ist dieser Bayer,
der es bis an die einsame Spitze der katholischen Kirche geschafft hat?
Wie knüpft Benedikt XVI. an die Marschrichtung seines charismatischen
Vorgängers Johannes Paul II. an? Steht Ratzinger für einen weltoffenen
Dialog oder führt er die katholische Kirche zurück in das Schneckenhaus
einer kleinen, konservativen und rückwärtsgewandten Minderheit?
Ein Jahr mit dem Bayer auf dem Papstthron – PLANET WISSEN zieht Bilanz
und diskutiert mit dem scharfsinnigen und langjährigen
Vatikan-Beobachter Hanspeter Oschwald Rolle und Bedeutung des
bayerischen Papstes für die Kirche, die Deutschen und die Welt.
POLITISCHE SKANDALE - Meineid, Ehrenwort und Schwarzgeld, 29. Mai 2006
"Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort“ – mit diesen Worten beteuerte der
CDU-Politiker Uwe Barschel im September 1987 seine Unschuld, als seine
Schmutzkampagne gegen die SPD des Landes Schleswig-Holstein ans
Tageslicht kam. “I did not have sexual relations with that woman, Miss
Lewinsky” erklärte der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, als seine
Affäre mit einer ehemaligen Praktikantin des Weißen Hauses offenkundig
wurde. Politiker die lügen, betrügen und gegen das Gesetz verstoßen sind
ein Hingucker. Politische Skandale bewegen die Menschen, erhitzen die
Gemüter, beschäftigen die Medien gleichermaßen wie den kleinen Mann auf
der Straße. Politische Affären dienen als moderner Pranger. Neugierig
und mit moralischer Missbilligung zeigen wir mit dem Zeigefinger auf den
Sünder, der von seinem hohen Ross stürzt, weil seine Vergehen ans Licht
gekommen sind. Aber politische Skandale haben auch eine wichtige
gesellschaftliche Funktion. Denn nur wo Freiheit, wo Demokratie
herrscht, können Skandale überhaupt an die Öffentlichkeit dringen.
Politische Skandale sind der Beleg dafür, dass undemokratisches
Verhalten gemeinhin als Unrecht angesehen und geahndet wird.
Zu Gast bei PLANET WISSEN ist der Journalist und Buchautor Thomas Ramge,
der sich eingehend mit den politischen Affären unserer Zeit und ihrer
Funktion für die Gesellschaft befasst hat.
GESCHICHTE DER SKLAVEREI - Die Ware Mensch, 4. Mai 2006,
Wdh. 07. August 2006
Von der Antike bis zur Gegenwart haben Menschen in unfreien Lebens- und
Arbeitsverhältnissen gelebt. Kriege, Schulden, Bestrafung,
Diskriminierung und verbrecherische Gewinnsucht sind die
Haupttriebfedern dafür, dass Menschen andere Menschen wie eine Ware in
Besitz nehmen und sie versklaven. Sämtliche antike Hochkulturen kannten
die Sklaverei. Einen neuen Höhepunkt erreicht die Sklaverei im Zeitalter
der Entdeckungen und kolonialen Eroberungen in der Neuen Welt im 15.
Jahrhundert. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden Menschen aus Afrika
verschleppt und auf den weiten Plantagen in Amerika versklavt.
Heute ist die Sklaverei weltweit geächtet und auf dem Papier längst
abgeschafft. Doch Schätzungen zufolge leben heute mindestens 27
Millionen Menschen in sklaverei-ähnlichen Verhältnissen. Die moderne
Sklaverei trägt so grausame Etiketten wie Kinderarbeit und
Zwangsprostitution. Aber auch die klassischen Formen der Leibeigenschaft
und wirtschaftlichen Ausbeutung existieren immer noch.
Gemeinsam mit Claudia Berker, Pressereferentin beim Kinderhilfswerk
“terre des hommes“ und dem Kölner Professor für lateinamerikanische
Geschichte und Sklaverei-Experten Michael Zeuske dokumentiert PLANET
WISSEN den leidvollen Weg der Sklaven im Lauf der Geschichte und geht
den modernen Erscheinungsformen der Sklaverei auf den Grund.
GESCHICHTE DER ARZNEIEN - Von Pillen, Pasten, Pülverchen, 13. April 2006
„Dagegen ist ein Kraut gewachsen“ – eine Weisheit, die seit
Menschengedenken ihre Gültigkeit hat. Um sein kostbarstes Gut, die
Gesundheit zu hüten, hat der Mensch im Laufe der Geschichte gelernt, die
Wirkung von tierischen, pflanzlichen und mineralischen Inhaltsstoffe zu
beobachten, zu erforschen und gezielt gegen Krankheit, Leiden und
Zipperlein einzusetzen. Vor etwa 750 Jahren begannen sich die
Arzneimittelhersteller von den Ärzten zu unterscheiden, als der
Stauferkaiser Friedrich II. 1241 im „Edikt von Salerno“ die beide
heilkundlichen Berufe von einander unterschied. Die Werkstatt des
Apothekers, das „Offizin“, ausgestattet mit großem Arbeitstisch, Waagen,
Mörsern, Pillenmaschinen und unzähligen Standgefäßen wurde bald
Forschungslabor und Verkaufsraum für Arzneien und Heilmittel jeglicher
Art. Ende des 19. Jahrhunderts beginnt die Ära der Pharmaunternehmen,
die in großem Stil Forschungen betreiben, Studien erstellen und
Medikamente auf den Markt bringen.
Gemeinsam mit dem Apotheker und Pharmaziehistoriker Dr. Axel Helmstädter
unternimmt PLANET WISSEN eine Zeitreise durch die Kulturgeschichte der
Arzneimittel, dokumentiert die großen Entdeckungen berühmter Medikamente
und Heilmittel und diskutiert Risiken und Schattenseiten der
pharmazeutischen Erzeugnisse.
BÄRLAUCH, KNOBLAUCH & CO. - Knollen, die es in sich haben, 30. März
2006,
Wdh. 18. August 2006; Wdh. 15.02.2007
Zwiebeln, Knoblauch und Bärlauch gehören zu den wichtigsten und ältesten
Kulturpflanzen der Menschheit. Jede dieser drei Pflanzen ist ein
nahrhaftes Gemüse und zugleich eine wahre Naturapotheke. Die Zwiebel ist
aus der internationalen Küche nicht mehr wegzudenken. Doch schon in der
Antike war die Zwiebel nicht nur ein beliebtes Gemüse, sondern auch eine
überaus nützliche Heilpflanze, die gegen Ohren- und Augenleiden, bei
grippalen Infekten und Entzündungen zum Einsatz kam. Ihr scharfer
Anverwandter, der Knoblauch, ist eine hocharomatische Knolle, die es in
sich hat. Die einen lieben ihn als wohltuende, würzige Beilage, die
anderen verabscheuen sein scharfes Bukett. Doch der charakteristische
Knoblauchgeruch hält nicht nur Vampire, sondern auch jede Menge
Schädlinge und Bakterien von uns fern. Bärlauch – der Knoblauch ohne
Hauch - war bei uns einst ein weit verbreitetes Gemüse. Viele Jahre war
das aromareiche Grün dann von unseren Speisekarten verschwunden, doch
die Bärlauch-Renaissance hat längst begonnen.
Gemeinsam mit dem Sportmediziner und Heilpflanzenkenner Dr. Jörg Zittlau
unternimmt PLANET WISSEN einen Streifzug durch die Naturapotheke vor
unserer Haustür, verrät Tipps und Tricks zur heilkundlichen Verwendung
und probiert aromatische Rezepte aus.
DIE POST - Von Boten, Kutschen und Briefmarken, 16. März 2006
Vor gut 500 Jahren beauftragte der habsburgische Kaiser Maximilian die
Familie Turn und Taxis, das Deutsche Reich mit einem Straßen- und
Botensystem auszustatten, um schnell und sicher Botschaften austauschen
zu können. Es war die Geburtstunde der Post. Das Postwesen überbrückte
Entfernungen, garantierte die sichere Überbringung von Worten und Waren
an den Adressaten. Briefe, Päckchen und Pakete gingen um die Welt, auf
Rädern, auf Schienen, zu Wasser und in der Luft – oder zu Fuß. Es war
die Post, die den Grundstein zur Globalisierung legte, das Telefon
einführte und Kommunikation selbst über größte Entfernungen ermöglichte.
Aus der deutschen Post ist heute längst ein weltumspannender
Logistikkonzern geworden, mit 72 Millionen Briefsendungen täglich,
500.000 Mitarbeitern rund um die Welt und einem Jahresumsatz von 52
Milliarden Euro.
Gemeinsam mit dem Direktor des Museums für Kommunikation in Berlin Prof.
Joachim Kallinich unternimmt PLANET WISSEN eine Zeitreise zu den
Anfängen der Post, dokumentiert die bahnbrechenden Veränderungen unseres
Lebens durch das Postwesen und ergründet Zukunft und Bedeutung der Post
im digitalen Zeitalter.
MAO ZEDONG - Von der Utopie zur Schreckensherrschaft, 8. Februar 2006
Er wollte in die Geschichte eingehen als der „Große Steuermann“, der
China in ein neues, ein besseres Zeitalter führte: Mao Zedong. Doch der
„Große Vorsitzende“ der Kommunistischen Partei Chinas steht in einer
Reihe mit den großen Diktatoren des 20. Jahrhunderts, Hitler und Stalin.
Mao brachte Millionen Chinesen den Tod und unsägliches Leid über das
Reich der Mitte. Der „Große Sprung nach vorne“ – eine unerbittliche
Industrialisierungskampagne, die in der größten Hungersnot der
Menschheit endete. Die „Proletarische Kulturrevolution“ – von Mao
verordneter Terror, der China ein Jahrzehnt lang ins Chaos stürzte und
Millionen Chinesen zu Opfern und Tätern machte. Doch bis heute wird Mao
in China als Heilsbringer verehrt und verklärt.
Gemeinsam mit dem Sinologen und Kenner der chinesischen Geschichte Prof.
Dr. Siegfried Klaschka zeichnet PLANET WISSEN ein Porträt des „Großen
Vorsitzenden“ und fragt nach den Ursachen des chinesischen Terrors unter
Mao.
GEWÜRZE - Exotisches für den Gaumen, 22. Dezember 2005, Wdh. 18.
Dezember 2006
Sie kitzeln den Gaumen, verführen die Sinne - exotische Gewürze
verleihen dem Essen den letzten Pfiff. Gewürze waren seit jeher etwas
Besonderes. In asiatischen Ländern verwendet man sie zwar schon seit
Jahrtausenden, nach Europa kamen sie jedoch erst im Mittelalter. Mit der
Entdeckung der Gewürzrouten verloren die Araber das Gewürzmonopol.
Holländer, Engländer und Portugiesen stritten fortan um die begehrte
Luxusware, regelrechte Gewürzkriege brachen aus. Pfeffer, Safran und Co.
wurden bei uns mit Gold aufgewogen. Sie verfeinerten nicht nur die
Speisen, man sprach den exotischen Gewürzen sogar Heilwirkungen zu.
Planet Wissen berichtet über die Geschichte der exotischen Gewürze, wie
man sie in der Küche verwendet und am besten aufbewahrt.
Zu Gast bei Planet Wissen: Vincent Klink, Sternekoch aus Stuttgart.
LICHT - Kienspan, Kerze, Leuchtdiode, 19. Dezember 2005
Licht, ob natürlich oder künstlich, ist lebenswichtig. Und das
"Lichtmachen" ist eine der entscheidenden Kulturleistungen des Menschen.
Dabei war der Besitz von Licht fast 500.000 Jahre lang eine entweder
zufällige oder eine sehr mühsame Angelegenheit. Erst seit ca. 2000
Jahren hat sich die Menschheit ausführlicher mit der Schaffung von
künstlichem Licht auseinandergesetzt, und erst vor 150 Jahren haben
wirkliche Innovationsschübe in der Lichtgewinnung die Nacht zum Tage
gemacht.
Bei Planet Wissen erzählt der Historiker und wissenschaftliche Leiter
des Lichtmuseums Arnsberg, Peter Kleine, unter anderem, wie unsere
Urahnen Licht gemacht haben, wer tatsächlich der Erfinder der Glühbirne
war und wohin die neuesten Entwicklungen der Lichtindustrie führen
werden.
MARTIN LUTHER - Ein Mönch gegen Papst und Kaiser, Wdh. 21. Juni 2006
Im Jahr 1517 erhebt in der kleinen, unbedeutenden Stadt Wittenberg im
Nordosten Deutschlands ein Mann seine Stimme gegen die Kirche. Sein
Name: Martin Luther. Sein Beruf: Mönch. Seine Berufung: Reformator. Er
fordert die Herrscher Europas, heraus, den Kaiser und den Papst. Luthers
Anspruch: die christliche Kirche muss zu den Wurzeln Christi, zum
Evangelium zurückkehren. Luther wird in die Geschichtsbücher eingehen,
mit ihm beginnt das Zeitalter der Reformation. Die Einen sehen in ihm
den Befreier der Christen aus den Klauen einer verderbten und
machtversessenen Kirche, einen Erneuerer, der zurück zur ursprünglichen
Botschaft Christi führte. Die Anderen werten ihn als Zerstörer, als
Spalter der Christenheit und als Verursacher des Dreißigjährigen
Krieges, der schlimmsten Kriegshandlungen auf europäischem Boden vor den
Weltkriegen des 20. Jahrhunderts.
Gemeinsam mit dem Kirchenhistoriker und Luther-Forscher Prof. Dr.
Gottfried Seebaß unternimmt PLANET WISSEN eine Zeitreise in die Epoche
der Reformation und ergründet die Bedeutung und Wirkung des Reformators
Luther auf seine Zeit.
COMPUTERGESCHICHTEN - Eine Technik verändert die Welt, 28. November
2005, Wdh. 22. August 2006
"Ich glaube, dass es auf der Welt einen Bedarf von vielleicht fünf
Computern geben wird." Thomas J. Watson, Begründer der Firma IBM soll
diesen Ausspruch im Jahr 1943 getätigt haben. Computer, das sind
Rechenmaschinen, die zur Datenverarbeitung programmiert werden können.
Zwei Jahre zuvor, 1941, hatte der Deutsche Konrad Zuse die Z3, einen
frei programmierbare Rechner, den ersten Computer gebaut. Seitdem ist
gut ein halbes Jahrhundert vergangen, und längst sind Computer zum Motor
der industrialisierten Welt geworden. Kein Flugzeug, kein Schiff, kein
Luxusauto, dass ohne Computer gebaut oder auch nur fahren könnte.
Militär, Medizin, Baugewerbe, Industrie und Wirtschaft – kein
Geschäftszweig, der heute noch ohne Computer vorstellbar wäre.
Minicomputer finden sich in unseren Waschmaschinen, Mobiltelefonen,
Fotoapparaten und DVD-Spielern. Als Tamagotchi und Spielekonsole
schwingst sich der Computer zum Weggefährten der Heranwachsenden auf.
Inzwischen haben 80% der Haushalte in Deutschland einen Computer auf dem
Schreibtisch. Internet und Email schrumpfen die Welt zum globalen Dorf,
Computer ermöglichen Vernetzung, aber auch grenzenlose Reizüberflutung.
Die Erfindung des Computers hat der Menschheit eine neue Epoche
beschert: Das Zeitalter der Informationsgesellschaft.
Gemeinsam mit dem Technik- und Computerhistoriker Michael Mikolajczak
nimmt PLANET WISSEN die bahnbrechende Erfindung der Rechenmaschine ins
Visier, testet die Vorläufer des Computers und ergründet die ganz
alltäglichen Veränderungen, die das Computerzeitalter für den Menschen
bewirkt hat.
DIE KUNST DES SCHREIBENS – Von Lettern und Minuskeln, 8. November 2005
Der Mensch begann vor etlichen Tausend Jahren mit ersten schriftlichen
Aufzeichnungen, als das Gedächtnis der Entscheidungsträger nicht länger
ausreichte, um den Lauf der Dinge zu regeln und zu kontrollieren. Denn
Schrift ist ein System, um Gedanken und Erinnerungen auch in der Zukunft
verfügbar machen und abrufen zu können. Die Wissenschaftler sind sich
inzwischen grundlegend einig darüber, dass die Schrift aus der
Buchführung heraus entstanden ist. Doch niemand weiß genau, wann und
unter welchen Umständen Menschen die Schrift erfanden. Auch eine
Urschrift hat es wohl nie gegeben, Schrifttypen sind parallel von
verschiedenen Kulturen in unterschiedlichen Zeiträumen erfunden und
entwickelt worden.
Gemeinsam mit der Kalligraphin und Schriftkünstlerin Roma Fromme-Monsees
nimmt PLANET WISSEN die Erfindung der Schrift genauer unter die Lupe,
testet Schreibwerkzeuge und Beschreibstoffe und ergründet die
Geheimnisse und Bedeutungen der Piktogramme, Hieroglyphen, und
Alphabetschriften.
EPILESPSIE - Gewitter im Kopf, 28. September 2005
Die Menschen nannten sie früher Fallsucht oder „morbus sacer“, die
heilige Krankheit: die Epilepsie. Die Dramatik des epileptischen Anfalls
berührte die Menschen in vergangenen Zeiten so sehr, dass sie glaubten,
solch eine Erkrankung könne nur von übernatürlichen Mächten herrühren,
von Göttern oder Dämonen, die sich eines Menschen bemächtigten. Dabei
ist die lateinische Bezeichnung „sacer“ sehr treffend. Sacer bedeutet
‚heilig’, aber auch ‚Fluch’. Doch welche medizinische Ursache liegt der
Epilepsie-Erkrankung wirklich zugrunde? Was geschieht im Gehirn eines
Menschen, der einen epileptischen Anfall erleidet? Gibt es
unterschiedliche Erscheinungsformen der Epilepsie und wie gehen Menschen
mit ihrer Epilepsieerkrankung im Alltag um?
Gemeinsam mit dem Epileptologen und ehemaligen ärztlichen Direktor des
Epilepsiezentrums in Kork, Dr. Hansjörg Schneble geht PLANET WISSEN der
geheimnisvollen Erkrankung Epilepsie auf den Grund, erklärt warum es zum
Gewitter im Kopf kommt und beleuchtet, mit welchen Therapieansätzen die
moderne Medizin der Erkrankung heute begegnet.
Haupt-Sache HAARE, 29. September 2005
Haare sind ein Spiegel unserer Seele und auch unserer Gesundheit. Haare
sind Ausdruck unserer Persönlichkeit und Symbol für Jugend und
Attraktivität. Es gab Zeiten, da waren Haar- und Barttracht sogar
Kennzeichen politischer Gesinnung - man denke nur an Bob Marley oder
Karl Marx. Seit Urzeiten beschäftigen sich Menschen mit ihren Haaren.
Kein Pflegeprodukt ist zu teuer und manche verbringen jeden Tag Stunden
damit, sie in Form zu bringen. Umso schlimmer, wenn dann Haarausfall
droht. Planet Wissen zeigt, wie Haare zur persönlichen Visitenkarte
werden, wie sie unsere Kultur bestimmt haben und was man unternehmen
kann, wenn sie nicht mehr sprießen.
Zu Gast im Planet Wissen - Studio: Gerhard Meir, als Starfriseur
versucht er vielen Prominenten den letzten Schliff zu geben. Gerhard
Meir wird über der großen Kunst des pfiffigen Haarschnitt reden, den
Zuschauern zeigen, worauf es bei der Wahl des passenden Haarschnitts
ankommt und auch Pflegetipps geben.
Prof. Hans Wolff, Dermatologe an der Uniklinik München, hat sich ganz
auf Haarkrankheiten spezialisiert. In einer speziellen
‚Haarsprechstunde’ berät er ‚Haar-Leidende’ mit welchen Mitteln und
Methoden sie ihren Haaren Gutes tun können. Hans Wolff wird außerdem
über die Wirksamkeit von Haarwuchs-Medikamenten berichten.
SCHILLER - vom Sockel geholt, 19. September 2005
„Auf den Brettern, die die Welt bedeuten“ hat er Furore gemacht, und er
ging als Deutschlands berühmtester Dramatiker in die Geschichte ein. Vor
200 Jahren starb er im Alter von nur 46 Jahren, als Dichter aber bereits
gerühmt und gefeiert: Friedrich Schiller. Für die einen angestaubter
Poet, für die anderen niemals alternder, deutscher Freiheitsdichter
werden Schillers Stücke auch heute noch in den Theatern der Welt
aufgeführt. Doch wer ist der Mensch Schiller, der hinter dem Autor der
Räuber, des Wallenstein und Wilhelm Tell zum Vorschein kommt? Was für
ein Leben führte der freischaffende Künstler, dessen notorische
Schuldenanhäufung und Spielleidenschaft ebenso legendär wurden wie seine
Freundschaft zu dem kongenialen Goethe?
Mit dem Germanisten und Schiller-Forscher Martin Schalhorn holt PLANET
WISSEN den Menschen Schiller hinter der Maske des Schriftstellers hervor
und lässt mit der jungen, Schiller-erprobten Schauspielerin Annabelle
Leip das Werk des großen Dichters für uns lebendig werden.
WATTENMEER – Leben zwischen Ebbe und Flut, 15. September 2005,
Wdh. 31. Juli 2006, Wdh. 13.03.2008, Wdh. 16.02.2009
Das Wattenmeer an der Nordsee ist weltweit das bedeutendste seiner Art
und bietet als Niemandsland zwischen Küste und Meer einen einzigartigen
Lebensraum für hervorragend angepasste Pflanzen und Tiere. Durch den
Fluss der Gezeiten bestimmt, ist das Watt ein periodisch
trockenfallendes Gebiet, das täglich zweimal von den Meeresfluten
geräumt und wieder vereinnahmt wird. Dieser Pulsschlag des Meeres, der
stetige Wechsel von Ebbe und Flut bestimmt das Leben der dort lebenden
Pflanzen, Tiere und der an der Küste und auf den Inseln siedelnden
Menschen.
Gemeinsam mit dem Biologen und profunden Wattspezialisten Rainer
Borcherding dokumentiert PLANET WISSEN die Einzigartigkeit des
Ökosystems Wattenmeer und stellt die Schönheit dieser Meereslandschaft,
aber auch den täglichen Überlebenskampf seiner Bewohner vor.
SCHLUCHTEN - Leben im Abgrund, 22. Juni 2005
Schluchten gehören zu den einzigartigen Naturerscheinungen, die das
Antlitz der Erde prägen. Von jeher ist der Mensch den gigantischen
Einkerbungen der Urzeit mit Faszination begegnet. Zu Fuß, auf dem
Wasser, mit dem Fahrrad oder Kletterseil – Schluchten sind ein idealer
Ort der unmittelbaren Begegnung mit der Natur in ihrer ganzen
Ursprünglichkeit. Der Grand Canyon in Nordamerika, die Gorges du Verdon
in Südfrankreich oder die Wutachschlucht in Baden Württemberg
hinterlassen bei ihren Besuchern ein Gefühl der Grenzerfahrung mit der
Erhabenheit der schöpferischen Natur. Denn Schluchten sind nicht nur
eine besondere Landschaftsform, sie bieten als Biotope der Tier und
Pflanzenwelt einen einzigartigen Lebensraum.
Gemeinsam mit dem Geomorphologen Prof. Dr. Rüdiger Glaser unternimmt
PLANET WISSEN eine Reise in die entlegenen Schluchten der Erde,,
dokumentiert die Entstehungsgeschichte der verschiedenen Talformen und
hinterfragt das Kräfteverhältnis zwischen Nutzbarmachung und Erhaltung
des empfindlichen Ökosystems Schlucht in der heutigen Zeit.
TROJA - Stadt der Helden und Mythen, 24. Mai 2005, Wdh. 30. August 2005
Eine griechische Armada segelt in den Osten. Ihr Ziel: Die nach Troja
entführte Helena, die schönste Frau der Welt zurück nach Griechenland zu
holen. Es ist der Anfang der Geschichte aller Geschichten, des
berühmtesten und älteste Epos der Weltliteratur: die Illias von Homer.
Homers Werke berichten vom Kampf um Troja, der Belagerung und dem
Untergang der legendären Stadt in Kleinasien. Fasziniert von Homers
Erzählungen, brach im 19. Jahrhundert der reich gewordene Kaufmann
Heinrich Schliemann auf, um Troja zu entdecken. Mit Schätzen reich
beladen, kehrte er in seine Heimat zurück. Schliemann schrieb
Geschichte, er begründete die Wissenschaft der Archäologie. Seit einem
Vierteljahrhundert sind es wieder Deutsche, die die Stadt Troja
ausgraben. Das Team um den Tübinger Archäologen Manfred Korfmann ist der
legendären Stadt, die Homer so eindrucksvoll beschrieb, auf der Spur.
Gemeinsam mit dem Wissenschaftsjournalisten und Troja-Experten Wolfgang
Korn stellt PLANET WISSEN Helden und Götter der Troja-Sage vor und geht
Mythos und Geschichte der Stadt Troja auf den Grund.
KRIEGSENDE - Flucht und Vertreibung, 9. Mai 2005, Wdh. 12. Februar 2009
Als im Januar 1945 die Rote Armee auf breiter Front die deutschen
Grenzen überrollt, beginnt im Herzen Europas eine Völkerwanderung
ungekannten Ausmaßes. Hatten die deutschen Besatzer anfangs Millionen
Osteuropäer aus ihren Heimatländern vertrieben oder als Zwangsarbeiter
ins Deutsche Reich versklavt, rollen jetzt die Trecks der besiegten
Deutschen auf der Flucht vor der gefürchteten Roten Armee. Mindestens
zwölf Millionen Deutsche verlassen ihre Heimat, werden deportiert oder
in die Flucht geschlagen. In unzähligen Trecks drängen Flüchtlingsströme
aus den ehemaligen deutschen Gebieten Pommern, Ostpreußen und Schlesien
in den Westen. Schlecht ausgerüstet, ohne ausreichende Lebensmittel und
den hereinbrechenden militärischen Kräften schutzlos ausgeliefert,
begeben sich die Deutschen auf einen unvorstellbaren Leidenszug quer
durch das zerstörte Land. Hunderttausende von Ihnen verlieren unterwegs
durch Hunger, Kälte, Entbehrung und Gewalt ihr Leben.
Gemeinsam mit dem Historiker und ehemaligem Flüchtlingskind Prof. Dr.
Lothar Burchardt dokumentiert PLANET WISSEN den Terror der großen
Flucht, fragt nach den Ursachen von Flucht und Vertreibung am Ende des
Zweiten Weltkriegs und erörtert die Integrationsleistung der sich neu
formenden Bundesrepublik Deutschland.
VATIKAN - Staat der Priester, 15. April 2005
Er ist der kleinste Staat der Welt. Nur Männer regieren ihn. Seine
Bürger zahlen keine Steuern. Mitten in Rom gelegen ist dieser Staat für
rund eine Milliarde Katholiken das Zentrum des Glaubens: der Vatikan.
Obwohl der Zwergstaat nur 44 Hektar groß ist, übt er durch sein
Oberhaupt, den Papst großen politischen Einfluss in der Welt. Im Jahr
1929 wurde der Vatikanstaat auf dem römischen Monte Vaticano
eigenständiges Staatsgebiet. Der Vatikan besitzt eine eigene
Staatsbürgerschaft, eine eigene Bank, er prägt Münzen und gibt
Briefmarken heraus und seine Autos haben vatikanische Nummernschilder.
Zentrum des Kirchenstaates ist der legendäre Petersdom, Hauptkirche des
Papstes und mit 211 Metern Länge und 132 Meter Höhe eines der
gewaltigsten Gotteshäuser der Welt. In den sieben Kilometer langen
Fluren der berühmten vatikanischen Museen haben die größten Künstler der
Renaissance ihre Spuren hinterlassen.
Gemeinsam mit dem langjährigen Romkorrespondenten und Papstkenner Erich
B. Kusch wirft PLANET WISSEN einen Blick hinter die Mauern des Vatikans,
dokumentiert Glanz und Elend der Geschichte des Priesterstaats und
beleuchtet seine Ursprünge.
PASTA - Glücklich mit Spaghetti und Spätzle, 13. April 2005,
Wdh. 20. Dezember 2005
Die Kleinen stürzen sich drauf und die Großen schwören auf sie, wir
verspeisen sie mit Tomatensoße, alla bolognese, carbonara oder einfach
ohne Soße mit Knoblauch und Öl - aglio e olio - Nudeln.
Hauptnahrungsmittel der Italiener, haben sich die Nudeln seit
Jahrzehnten einen festen Platz in den Herzen der Deutschen erobert und
das nicht nur in Form von Spätzle oder Knöpfle. Als Spaghetti,
Tagliatelle oder Rigatoni, in gefüllter Form als Tortelini, Ravioli oder
als Lasagne – Pasta gibt es in allen Formen und Farben, der Phantasie
sind keine Grenzen gesetzt. Aber ist die Nudel eigentlich eine Erfindung
der Italiener oder hat Marco Polo sie aus China mitgebracht? Gehört in
einen guten Nudelteig Ei? Und machen Nudeln eigentlich dick oder nicht?
PLANET WISSEN geht der Beschaffenheit der beliebten Teigwaren genauer
auf den Grund, erzählt die Geschichte des Siegeszuges der Nudeln in den
deutschen Küchen und zeigt zusammen mit Star-TV-Koch Vincent Klink wie
Nudeln am besten schmecken: nämlich selbst gemacht.
DIE HANSE - Von Koggen und Kaufleuten, 4. April 2005, Wdh. 22. August
2004
Sie war die gewaltigste Lobby der frühen Neuzeit, während ihrer
Blütezeit gehörten ihr über 200 deutsche Städte an, vier Jahrhunderte
lang beherrschte sie den Handel im Nordosten Europas: die Hanse.
Auf der Suche nach immer größeren Absatzmärkten gründeten deutsche
Kaufleute in der Mitte des 12. Jahrhunderts ein Bündnis, um ihre
wirtschaftlichen Interessen besser vertreten zu können. Gemeinsam war
man stark, gemeinsam finanzierte man Koggen, die mit kostbaren Frachten
in See stachen, gemeinsam wurden in fremden Ländern Handelskontore, die
ersten Botschaften Europas gegründet. Der Zusammenschluss der Kaufleute
legte den Grundstein zum Städtebund der Hanse. Unter dem Vorsitz der
freien Hansestadt Lübeck schlossen sich im deutschen Reich führende
Städte von Köln bis Riga, von Kiel bis Krakau zum Bund der Hanse
zusammen, um ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen gegenüber
Fürsten, Königen und Kaiser durchzusetzen.
Gemeinsam mit dem Journalisten Hartmut Schwerdtfeger und dem Historiker
Dr. Albrecht Sauer macht sich PLANET WISSEN dem Bund der Kaufleute und
Städte auf die Spur, dokumentiert Warenaustausch und Handelsbeziehungen
der frühen Neuzeit im Nordosten Europas und durchleuchtet Aufstieg und
Niedergang des einst so mächtigen Wirtschaftsbündnisses.
KÖNIGSHÄUSER - Gekrönten Häuptern auf der Spur, 16. März 2005
König von Gottes Gnaden – so wurden Jahrhunderte lang Herrscher genannt,
die über ganze Kulturen, Völker und Nationen regierten und nur Gott
gegenüber Rechenschaft ablegen mussten. Heute ist die Monarchie von der
Alleinherrschaft weit entfernt, und doch gibt es sie noch. Die Royals
von England und Spanien, den Niederlanden und Belgien, von Schweden,
Dänemark und Norwegen regieren ihre Länder nicht mehr, aber sie
repräsentieren sie. Bei ihrer Arbeit, ihrem öffentlichen - und ihrem
Privatleben sind sie dabei nur selten unbeobachtet. Denn die gekrönten
Häupter haben trotz aller Skandale und Affären einen festen Platz in den
Herzen ihrer Mitbürger.
Gemeinsam mit dem Adelsreporter Jürgen Worlitz macht sich PLANET WISSEN
dem königlichen Hochadel auf die Spur, dokumentiert das Wesen der
Monarchie in Europa und ergründet Rolle und Bedeutung der Königshäuser
in der heutigen Zeit.
WUNDERWERK UHR - Die Geschichte der Zeitmessung, 14. Februar 2005,
Wdh. 4. Juli 2005, 3. August 2006
Sie zieren Kirchtürme, Rathäuser, Kaminsimse und unser Handgelenk:
Uhren. Es gibt sie bereits für ein paar Euro in jedem Kaufhaus, Uhren
können aber auch unbezahlbare Kunstwerke sein. Mit ihnen messen wir
etwas, was uns tagtäglich betrifft und uns nur selten bewusst ist: Zeit.
Obwohl wir nicht genau sagen können, was Zeit eigentlich ist, spüren die
meisten von uns Zeit erst dann, wenn wir zu wenig davon haben. Time ist
Money - Zeit ist Geld, nach dieser Devise leben wir längst in einer
vertakteten Welt, wo die Zeit das Aufstehen bestimmt und den
Zugfahrplan, die Stechuhr und die Tagesschau. Die Zeit teilt unser Leben
ein in Arbeits-Zeit, Frei-Zeit und Urlaubs-Zeit.
Uhren sind die unbestechlichen Messinstrumente dieser vierten Dimension
Zeit, sie machen die Zeit spürbar, geben ihr ein Gesicht. Doch Uhren
messen nicht nur die Zeit, sie gehen auch mit der Zeit, denn jede Kultur
und Epoche hat ihre eigenen Uhren herausgebracht, von der Sonnuhr der
Antike zu den Pendeluhren und Taschenuhren, bis hin zum Wecker am Arm,
der Armbanduhr.
Gemeinsam mit dem Uhrmacher Ihno Flessner macht sich PLANET WISSEN der
Zeitmessung auf die Spur, dokumentiert die enormen technischen
Fortschritte bei der Entwicklung der Uhr und durchleuchtet die Bedeutung
der Zeit für unsere Lebenswirklichkeit.
DER ERSTE WELTKRIEG - Die Hölle von Verdun, 28. Januar 2005
Im Februar 1916 greift der Chef der Obersten Heeresleitung General Erich
von Falkenhayn den Festungsgürtel von Verdun in Lothringen mit 550.000
Soldaten und 1225 Geschützen an, Beginn einer der grauenvollsten und
zugleich sinnlosesten Schlachten der Weltgeschichte. Deutschland und
Frankreich lassen ungeheure Massen an Menschen und Material
aufeinanderprallen. Ziel war es, den Gegner nicht zu schlagen, sondern
ihn aufzureiben, ausbluten zu lassen. Trommelfeuer, Maschinengewehr,
Gasgranaten – Verdun wurde zum verlustreichsten Kriegsschauplatz des
ersten Weltkriegs, 700.000 Menschenleben starben an den Ufern der Maas.
Auch heute, 90 Jahre später ist die Landschaft bei Verdun von den
Zerstörungen des Stellungskrieges gezeichnet, ein beklemmendes Mahnmal
gegen den Krieg.
Gemeinsam mit dem Historiker und Verdun-Kenner Prof. Dr. Lothar
Burchardt fragt PLANET WISSEN nach den Ursprüngen des Ersten Weltkriegs,
dokumentiert das Ausmaß der Materialschlachten und Stellungskriege an
der Westfront und durchleuchtet den Frontalltag des einfachen Soldaten
im Schützengraben.
KLOSTERMEDIZIN - Heilkunst von Nonnen und Mönchen, 21. Januar 2005
Sie schufen die Grundlagen der modernen Medizin, Jahrhunderte lang waren
sie die Einzigen, die die medizinische Versorgung des Menschen
gewährleisteten: die Mönche. Die Ordensleute studierten das Wissen der
antiken Heilkunde, vertieften ihre Kenntnisse durch eigene Forschungen
und unterwiesen sich gegenseitig. Ihr Heilwissen, die Klostermedizin,
verbindet die Lehre von den Heilkräutern, Arzneipflanzen und der
Ernährungskunde mit einer ganzheitlichen Sicht des Menschen. Der
Klostermedizin verdanken wir uralte Erkenntnisse der Heilkunde, die
außerhalb der Klostermauern längst verloren gingen. Das Wissen der
Mönche über Heilpflanzen und deren Wirkungen ebnete schließlich den Weg
von der medizinischen Grundversorgung des Mittelalters zur heutigen
Schulmedizin. Grund genug für Wissenschaft und Pharmaindustrien, die
Jahrhunderte alten Rezepte zu erforschen und auch für unsere Zeit
nutzbar zu machen.
Gemeinsam mit dem deutschen Kräuterpapst Pater Kilian macht sich PLANET
WISSEN dem uralten Heilwissen der Mönche auf die Spur, dokumentiert
Ursprünge und Wesen des ganzheitlichen Medizinverständnisses und
durchleuchtet die unendlich vielseitige Palette der Heilkräuter und
Arzneipflanzen.
JESUS - Auf Spurensuche im Heiligen Land, 17. Dezember 2004
Er ist der berühmteste Mensch aller Zeiten, Ursprung der abendländischen
Kultur. Der Papst beruft sich ebenso auf ihn wie der amerikanische
Präsident, in seinem Namen wurden großartige soziale Veränderungen
unternommen und die entsetzlichsten Verbrechen begangen. Er ist der
bedeutendste Religionsstifter der Welt, 2 Milliarden Menschen gründen
heute ihren Glauben auf ihn: Jesus von Nazareth. Seit 2000 Jahren
richten Millionen von Christen ihre Gebete an ihn, feiern seine Geburt,
gedenken seines Todes und seiner Auferstehung. Jesus Christus wird
verehrt als Mensch und als Sohn Gottes. Doch hat es Jesus von Nazareth
überhaupt gegeben? Und wenn ja, was wissen wir eigentlich über den
jüdischen Wanderprediger und die Gemeinde der Urchristen?
Gemeinsam mit Prof. Dr. Wolfgang Beinert macht PLANET WISSEN sich dem
historischen Jesus auf die Spur, fragt nach Ursprüngen und Wesen des
Christentums und beleuchtet Geburt, Leben und Sterben des Nazareners,
der wie kein Anderer vor oder nach ihm das Denken und Handeln der
Menschen geprägt hat.
JUDENTUM - Von Abraham, Mose und dem einen Gott, 15. Dezember 2004
In der heiligen jüdischen Schrift, der Thora wird die Geschichte von
Gott erzählt, der mit dem Nomaden Abraham einen Bund schließt. Es ist
der Anfang der jüdischen Traditionsgemeinschaft, des auserwählten Volkes
Israel und seinen Patriarchen Abraham, Isaak und Mose und der
Gesetzesgebung Gottes an sein Volk. Es ist der Anfang der leidvollen
Geschichte des jüdischen Volkes, seiner Gefangenschaft, seiner Befreiung
aus Ägypten, seiner Kriege und Niederlagen. Und es ist der Anfang des
Glaubens an den einen Gott: Denn Christentum und Islam entspringen der
jüdischen Religion.
Jahrhunderte lang ist die Geschichte des jüdischen Volkes geprägt von
Verfolgung, Ausgrenzung und Unterdrückung. Schließlich werden Millionen
Juden im Holocaust ermordet. Das Erbe der jüdischen Geschichte in
Deutschland ist einerseits geprägt von der gewaltsamen Auslöschung der
jüdischen Tradition durch den Holocaust, andererseits aber auch durch
die reiche jüdische Kultur vor dem Dritten Reich.
Wie gestaltet sich heute jüdisches Leben in Deutschland, was sind
typisch jüdische Bräuche und Feste? Darf am Sabbat wirklich nicht
gearbeitet werden, warum tragen Männer die Kippa und was ist eigentlich
koscheres Essen? Gemeinsam mit der jüdischen Religionswissenschaftlerin
Ruth Lapide macht sich PLANET WISSEN der Tradition des Judentums auf die
Spur, dokumentiert seine wechselvolle Geschichte und beleuchtet
Ursprünge und Wesen der Religion und die gegenwärtige Renaissance
jüdischer Kultur in Deutschland.
ISLAM - Von Mohammeds Glaube zur Weltreligion, 13. Dezember 2004,
Wdh. 23.10.2006
Kopftuchdiskussion, islamischer Schulunterricht und Terror durch
fundamentalistische Muslime sind zentrale Themen, die tagtäglich durch
die Medien wandern. Längst sind Islam und Muslime in Deutschland eine
Realität, die die Menschen hierzulande beschäftigt. Der Islam – arabisch
„Hingabe an Gott“ – ist die zweitgrößte Religion der Welt, weit über
eine Milliarde Menschen gehören ihr an. Welcher Glaube und welche
Rituale liegen dem Islam zugrunde, was unterscheidet den Islam vom
Christentum, gibt es gemeinsame Wurzeln? Auch die Frage nach einem
„Kampf der Kulturen“ zwischen islamischer und westlicher Welt, die sich
nach den Terroranschlägen von New York und Madrid nicht länger beiseite
schieben lässt, gehört zu den drängenden Fragen, die die Weltreligion
Islam betrifft.
Gemeinsam mit dem vielgereisten Nahostexperten und Islam-Kenner Dr.
Michael Lüders macht sich PLANET WISSEN der Weltreligion Islam auf die
Spur, dokumentiert Ursprünge und Wesen der Religion damals und heute und
durchleuchtet die Bedeutung des Korans, der heiligen Schrift für die
arabisch-islamische Welt.
GESCHICHTE DER PAPSTTUMS, 3. Dezember 2004
Er ist der Pontifex Maximus, der oberste Brückenbauer der Christenheit,
er nennt sich Nachfolger Petri und Stellvertreter Christi auf Erden. Er
ist geistliches und staatliches Oberhaupt des kleinsten unabhängigen
Staates der Welt: Der Papst. Schon seit über 25 Jahren regiert der
Charismatiker Papst Johannes Paul II. den Staat der Vatikan-Stadt,
gebietet über 900 Einwohner im Vatikan und 1 Milliarde katholische
Christen weltweit. Wer ist dieser Mann, der vor einem Vierteljahrhundert
den päpstlichen Thron bestieg, die kommunistische Welt zum Einsturz
brachte und beharrlich jede Reform der Kirche auch nur ansatzweise
verweigert?
Warum hat das Papsttum auch heute nach 2000 Jahren noch eine solche
Bedeutung, wer folgt Papst Johannes Paul II. auf den Papstthron und
braucht die katholische Christenheit heute noch den heiligen Stuhl an
ihrer Spitze?
Gemeinsam mit dem Jesuiten und langjährigen Leiter der deutschen
Abteilung bei Radio Vatikan Pater Eberhard von Gemmingen und dem
Papstkenner und Kirchenredakteur Norbert Sommer macht sich PLANET WISSEN
der Macht der Päpste auf die Spur, dokumentiert Glanz und Elend des
Papsttums in der Geschichte und beleuchtet die Ursprünge des
Pontifikats, des höchsten Amtes der Christenheit.
HANF – Droge oder Wunderpflanze? 16. November 2004, Wdh. 8. Juli 2005
Hanf gehört zu den ältesten und begehrtesten Nutzpflanzen der Erde, die
bereits vor 12.000 Jahren in China angebaut wurde. Kriege wurden im
Antiken Rom wegen Hanf geführt. Gutenberg druckte seine erste Bibel auf
Hanfpapier, Segel und Taue der Schiffe mit denen Kolumbus 1492 Amerika
entdeckte waren aus Hanf. Sogar die Erfindung der Blue-Jeans durch Levi
Strauss war ein Hanfprodukt.
Doch bald verdrängten synthetische Präparate Cannabis aus der Medizin,
Baumwolle und synthetische Textilfasern machten die industrielle
Verwertung von Hanffasern überflüssig. Schließlich geriet die
Hanfpflanze als Rohstofflieferant für Drogen wie Haschisch oder
Marihuana in Verruf.
Doch inzwischen wird die Nutzpflanze wieder entdeckt. Ihr Anbau ist in
Deutschland seit 1996 unter strengen Auflagen wieder erlaubt. In der
verarbeitenden Industrie gewinnt die vielseitige Naturfaser vermehrt an
Bedeutung.
Gemeinsam mit dem Hanf-Kenner und Publizisten Mathias Bröckers macht
sich PLANET WISSEN dem Naturwunder Hanf auf die Spur, dokumentiert die
vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Nutzpflanze und arbeitet das
Problem des Drogen-Lieferanten Hanf heraus.
TIBET - Geheimnisvolles Dach der Welt, 23. September 2004
Tibet, das Dach der Welt, ist ein Land der Extreme. Das Land, das an
China, Nepal und Indien angrenzt, verläuft entlang der höchsten
Gebirgskette der Welt, dem Himalaja. Tibet liegt über viertausend Meter
hoch und ist fast so groß wie ganz Westeuropa. Über Jahrtausende wurde
die tibetische Hochkultur durch die unbezwingbare und von außen schwer
zugängliche Landschaft geprägt. Tibet ist weltweit berühmt für seine
buddhistische Kultur.
Doch die jüngste Geschichte hat die tibetische Kultur dramatischen
Veränderungen unterworfen. Im Oktober 1950 marschierten chinesische
Truppen in Tibet ein, seither ist die Unabhängigkeit Tibets ein
ungelöstes Problem. Eine erhebliche Militarisierung des Landes,
politische Verfolgung und die streng eingeschränkte Religionsausübung
durch China sind die Folge. Der anhaltend starke Zustrom von Chinesen
führt zu einem besorgniserregenden Verlust der tibetischen Identität.
Gemeinsam mit dem Tibetkenner und Fotojournalisten Olaf Schubert macht
sich PLANET WISSEN auf eine Reise durch das verbotene Land Tibet,
dokumentiert die wechselvolle Geschichte und das schwierige
Zusammenleben verschiedener Kulturen und durchleuchtet die zentrale
Bedeutung des tibetischen Buddhismus für die Menschen und ihre Kultur.
WIDERSTAND - Georg Elser, die Weiße Rose und der 20. Juli.
14. Juni 2004, Wdh. 20. Juli 2004
Vor sechzig Jahren, am 20. Juli 1944 hat eine Handvoll deutscher
Offiziere versucht, Hitler durch einen Staatsstreich zu beseitigen. Der
Offizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg verübte einen
Sprengstoffanschlag auf den Diktator während einer Besprechung in
Hitlers Hauptquartier. Der Staatsstreich scheiterte.
Bereits fünf Jahre zuvor hatte Georg Elser aus Königsbronn versucht,
Hitler im Münchener Bürgerbräukeller mit einer Bombe zu töten. Die
Münchener Studentengruppe ‚Die Weiße Rose’ wollte durch Flugblätter und
Parolen auf Mauern die deutsche Bevölkerung gegen den Diktator und
seinen Vernichtungskrieg wachrütteln.
Kaum jemand wagte es im Dritten Reich gegen Hitler aufzustehen und sich
dem Terrorapparat der Nationalsozialisten entgegenzustellen. Die wenigen
Menschen, die es taten, bezahlten ihren Widerstand mit dem Leben. Hitler
überlebte an die 42 Attentate, die auf ihn verübt wurden. Seine Gegner
wurden grausam hingerichtet, ihre Erinnerung sollte aus dem Gedächtnis
der Deutschen gelöscht werden.
Doch auf die Männer und Frauen des Widerstands, die Vertreter eines
„anderen Deutschlands“ gründete das neue Selbstverständnis der Deutschen
nach dem Zweiten Weltkrieg.
Gemeinsam mit Anneliese Knoop-Graf, der Schwester Willi Grafs, einem
Mitglied der des Weißen Rose, eröffnet PLANET WISSEN eine Rückblende auf
die bewegenden Stunden jener wenigen Frauen und Männer, die den
„Aufstand des Gewissens“ wagten und sich unter Einsatz ihres Lebens
gegen Hitler erhoben hatten.
PERLEN – Juwelen der Ozeane, 29. Juni 2004, Wdh. 6. Juli 2005,
Neufassung 11. September 2006
Nach wie vor ist der Mythos der Perle ungebrochen. Sagen
und Erzählungen ranken sich um den kostbarsten Schmuckstein organischen
Ursprungs, Jahrhunderte lang war die Perle ein Privileg der Reichen und
Mächtigen, der Kaiser und Könige. Perlen entsprechen dem menschlichen
Schönheitsideal, sie stehen für stehen für Reinheit, Glück, Reichtum und
Schönheit. Erst die japanische Erfindung der Zuchtperle im 20.
Jahrhundert macht die begehrten Kostbarkeiten auch breiten Schichten
zugänglich.
Gemeinsam mit dem internationalen Perlenhändler Dieter Müller unternimmt
PLANET WISSEN einen Streifzug durch die schimmernde Welt der Perlen und
erläutert ihre geheimnisvolle Entstehung, Zucht und Verarbeitung zu
schmuckvollen Kleinoden. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der
prachtvollen Juwelen der Ozeane.
SCHULGESCHICHTEN - Pauker, Noten, Klassenkeile, 16. Juni 2004
Viele haben sie gefürchtet, wenige haben sie geliebt, alle haben sie von
innen gesehen: die Schule. Sie hat uns geprägt, Jahre unseres
Heranwachsens bestimmt. Noch heute denken wir mit gemischten Gefühlen an
Lehrer, Klassenkameraden und Mitschüler zurück.
Genauso rasant, wie sich unsere Gesellschaft verändert, wandelt sich das
System Schule. Bildungsnotstand, zunehmende Gewalt an Schulen und
ausgebrannte Lehrer stehen immer höheren Leistungsanforderungen einer
komplexer werdenden Gesellschaft gegenüber.
Gemeinsam mit dem Lehrer und Vorsitzenden des Deutschen Beamtenbundes in
Baden-Württemberg Volker Stich unternimmt PLANET WISSEN einen Streifzug
durch die Geschichte der Schule. Begleiten Sie uns durch den Mikrokosmos
Schule, der die Generationen von morgen bildet und ausbildet und auf das
Leben in Deutschland vorbereiten soll.
MÜHLEN - Kraft aus Wind und Wasser,
17. Mai 2004, Wdh. 6. September 2004, 5. August 2005
Wasser- und Windmühlen gehören zu den ältesten und wichtigsten
technischen Errungenschaften der Menschheit. Die bahnbrechende
Kulturleistung des Menschen, mit der Erfindung der Mühle Muskelkraft
durch die natürlichen Energien Wasser und Wind zu ersetzen, prägte 2000
Jahre lang Leben und Landschaft in Europa. In Norddeutschland waren
Windmühlen weithin sichtbare Wahrzeichen der Region. In den gebirgigen
Gegenden in Süd- und Mitteldeutschland, etwa im Schwarzwald, waren die
an rauschenden Bächen gelegenen Wassermühlen jahrhundertelang nicht
wegzudenken. Heute wirken die wenigen noch verbliebenen historischen
Mühlen auf uns romantisch, idyllische Momentaufnahmen einer guten alten
Zeit.
Gemeinsam mit der Mühlenbesitzerin und Museumspädagogin Barbara
Seidenschwann unternimmt PLANET WISSEN einen Streifzug durch die
Geschichte und Kultur der alten Mühlen und geht der Begeisterung auf den
Grund, die heutzutage wieder viele Menschen für den Kulturträger Wind-
und Wassermühle erfasst.
THERMALQUELLEN - Arznei ohne Nebenwirkungen, 10. Februar 2004
Schon immer hat der Mensch vom Jungbrunnen geträumt, vom Wasser des
Lebens, das Krankheiten heilt und Schmerzen lindert. Solche
Lebenselixiere gibt es wirklich, und sie haben wenig mit Wundern oder
Aberglauben zu tun. Denn an manchen Stellen lässt die Natur heiße
Quellen an die Erdoberfläche sprudeln, Thermalquellen, deren wohltuende,
lindernde und heilende Wirkung heute bereits vielfach erprobt und
wissenschaftlich belegt ist.
Gemeinsam mit dem Balneologen (Bäderheilkundler) Dr. Bernd Hartmann
unternimmt PLANET WISSEN einen Streifzug durch die geheimnisvollen
Wellness-Tempel der Natur. Tauchen Sie mit uns ein in eine Welt der
Wärme und des Wohlbehagens…
SPIELE UND SPIELZEUG, 27. Januar 2004
Seine „Siedler von Catan“ sind in Deutschland mittlerweile Legende,
gerade erscheint der historische Roman zum Spiel. Der Spieleentwickler
Klaus Teuber ist einer der ganz wenigen in Deutschland, die vom Spiele
erfinden leben können, und Teuber ist einer der ganz Großen. Doch warum
ist ausgerechnet Deutschland der Vorreiter in Sachen Brett- und
Gesellschaftsspiele? Warum begeistern sich im digitalen Zeitalter immer
mehr Menschen quer durch alle Generationen für ein Spielbrett, ein paar
Spielsteine und Würfel, für eine Jahrtausende alte Spielekultur?
Gemeinsam mit Klaus Teuber unternimmt PLANET WISSEN einen Streifzug
durch die Geschichte des Spielens und der Spiele und geht spielerisch
dem Trendsetter Brettspiel auf den Grund, das immer mehr Menschen
begeistert und verzaubert.
DIE BIBEL - Buch der Bücher, 19. Dezember 2003
Seine Bücher sind Topseller, seine Vorträge füllen Hallen und Kirchen,
Pater Anselm Grün OSB ist einer der meistgelesenen Autoren der
Gegenwart. Aber der erfolgreiche Schriftsteller versteht sich in erster
Linie als Mönch, sein Selbstverständnis ruht auf der geistlichen
Tradition der Mönche und im besonderen Maße - auf der heiligen Schrift.
Die Bibel gehört zu den wichtigsten Kulturzeugnissen der Menschheit,
ihre Rekorde sind legendär. Buch der Bücher, meistverkauftes,
meistgedrucktes Buch der Welt, kein anderes Werk ist in so viel
verschiedene Sprachen übertragen worden, wie die Bibel.
Dabei ist die Bibel kein Werk eines einzelnen Autors. Das Buch der
Bücher ist vielmehr eine Bibliothek, ihre Schriften über Jahrtausende
gesammelt und aufgeschrieben worden. Die Bibel erzählt Geschichten von
der Beziehung zwischen Gott und den Menschen, und diese Geschichten sind
längst Geschichte geworden, unsere Geschichte. Denn die Bibel kommt aus
den Anfängen unserer Kultur.
Gemeinsam mit Pater Anselm Grün macht sich PLANET WISSEN dem Buch der
Bücher auf die Spur, dokumentiert Ursprünge und Wesen der Bibel und
durchleuchtet die Bedeutung der heiligen Schrift für Christentum und
Abendland. Die Bibel – ein Buch, ohne das heute nichts so wäre, wie es
ist.
DIE KELTEN - 16. Januar 2004, Neufassung 09. Oktober 2006
Die Kelten sind unsere Urahnen. Bei den alten Römern und Griechen wegen
ihrer Tapferkeit berüchtigt und gefürchtet, lebten und starben die
Kelten vor weit über 2000 Jahren in Mitteleuropa. Obwohl sie die
europäische Landkarte von der Bretagne und Spanien bis nach Kleinasien
besiedelten und unangefochtene Meister der Eisenschmiedkunst waren, die
Kelten haben uns nur wenig Zeitzeugnisse hinterlassen, denn sie besaßen
keine Schrift. Bedeutende Bestattungsfunde finden sich vor allem in
Österreich, Frankreich und Deutschland. Wer waren diese rätselhaften
keltischen Völker und Stämme aus der grauen Vorzeit, gab es eine dunkle
Seite der Kelten, die Menschenopfer darbrachte, und was nahmen die
geheimnisvollen keltischen Druiden für Stammesfunktionen ein -
Geheimnisse, die die archäologischen Forschung bis heute intensiv
beschäftigen.
PLANET WISSEN nimmt Sie mit auf eine Zeitreise, nimmt die Lebensweise
und archäologischen Hinterlassenschaften der Kelten genauer unter die
Lupe und macht sich mit dem Archäologen Professor Markus Egg der
geheimnisvollen Geschichte der keltischen Kulte und Rituale auf die
Spur.
BERNSTEIN - Gold der Ostsee, 20. November 2003
In Jahrmillionen aus Kiefernharz hervorgegangen, stammt Bernstein aus
längst vergangenen Zeiten, als die Erde noch lange nicht vom Menschen
bevölkert wurde. Dabei wirken seine eingeschlossenen Mücken und Ameisen,
für die er zur tödlichen Falle wurde, so bewegt und lebendig, als wären
sie gerade erst in den honigfarbenen Bernstein eingetaucht.
Bernstein, der insbesondere an den Küsten der Ostsee angeschwemmt wird,
besticht durch seine variierende Farbgebung, seine hohe Lichtbrechung
und Leuchtkraft. Schon immer war der Mensch vom Bernstein fasziniert,
Bernsteinschmuck existierte bereits in der Steinzeit. Das berühmteste
Kunstwerk aber, das der Mensch aus dem Gold der Ostsee je gefertigt hat,
ist das legendäre, bis heute verschollene Bernsteinzimmer, dessen
Rekonstruktion in Sankt Petersburg nun wieder in neuem Glanz erstrahlt.
PLANET WISSEN untersucht die vielfältigen Erscheinungsformen und
Einschlüsse des Bernstein und geht dem Mythos Bernsteinzimmer genauer
auf den Grund. Zu Gast ist Dr. Günter Bechly, Bernsteinforscher und
Kurator des Bernsteinkabinetts im Naturkundemuseum Stuttgart.
KLOSTERLEBEN - Leben hinter Klostermauern, 24. September 2003
Seine Vorträge sind auf Jahre hin ausgebucht, wo er hinkommt füllen
seine Zuhörer Kirchen und Säle, seine Bücher sind begehrte Topseller,
aber Pater Anselm Grün versteht sich nicht als Guru oder erfolgreicher
Schriftsteller, - sondern als Mönch. Und als solcher kann er auf eine
Jahrtausende alte Kulturgeschichte zurückblicken. Denn während in Europa
vor über 1ooo Jahren die Menschen ihre kulturellen Errungenschaften
allmählich vergaßen, erwiesen sich die Mönche als Bewahrer und Förderer
des Wissens und der Wissenschaften. In den Klöstern wurde gelesen,
geschrieben und gelehrt. So entwickelte sich die Klostermedizin aus der
mönchischen Sorge um die Kranken und legte damals den Grundstein für die
heutige Schulmedizin.
Immer mehr Menschen nehmen heute in Klöstern eine Auszeit und nutzen die
vielseitigen Angebote der Mönche und Nonnen zur inneren Einkehr.
Gemeinsam mit Pater Anselm Grün unternimmt PLANET WISSEN einen Streifzug
durch das streng geregelte Leben der Mönche und Nonnen und geht dem
Trend „Kloster auf Zeit“ auf den Grund, hinter Klostermauern mönchische
Einfachheit und Konzentration in Gebet und Stille zu teilen.
VON KÖCHEN UND KÜCHEN, 5. Dezember 2003, Wdh. 22. April 2004
Exakte Garzeiten, Eigengeschmack der verwendeten Produkte und Verwertung
frischer Zutaten sind die Regeln der „Nouvelle Cuisine“, der so
genannten „Neuen Küche“. Vor genau 30 Jahren erschütterte der
französische Starkoch Paul Bocuse mit seiner Bewegung die
Stargastronomien der westlichen Hemisphäre. Auch heute noch kommt kein
Meisterkoch an diesen Geboten vorbei, wenn er zur gastronomischen
Spitzenklasse gehören will, die mit dem begehrten Michelin-Stern
ausgezeichnet wird. Doch nicht nur die Köche und ihre Gerichte haben
sich verändert, die Küche selbst hat sich im Wandel der Zeiten auf
verschiedene Bedürfnisse eingestellt: Aus Großmutters Wohnküche mit
Kachelofen wurde die rational durchdachte Einbauküche der
Bauhaus-Bewegung. Doch heute nutzen die Menschen Ihre Küche längst
wieder als gemütlichen Aufenthaltsraum.
PLANET WISSEN geht den Gourmet- und sonstigen Küchen und Köchen genauer
auf den Grund, erzählt die Geschichte der Michelin-Sterne und fragt
zusammen mit Star-TV-Koch Vincent Klink nach den Prinzipien guter Köche
und Küchen.
KAVIAR - Schwarzer Schatz der Meere, 10. Oktober 2003, Wdh. 25. Februar
2004
Der Stör gehört zu den ältesten Tierarten der Erde und wird heute
erbarmungslos gejagt, denn seine Eier sind eine Kostbarkeit. Sie werden
dem noch lebenden Fisch entnommen, danach gesalzen und in Dosen
verpackt: Fertig ist der Kaviar. Während der Stör durch zunehmende
Umweltverschmutzung und die Kaviarmafia akut vom Aussterben bedroht ist,
wird Kaviar immer begehrter, weil er immer seltener zu haben ist. Waren
die schwarzen Perlen früher eine beliebte Delikatesse, gelten sie heute
als Statussymbol der Superreichen.
PLANET WISSEN geht den glitzernden Perlen auf den Grund, fragt nach der
kulinarischen Bedeutung des Kaviars zwischen Dekadenz und Delikatesse,
und erörtert Perspektiven, wie die Bestände des prähistorischen Störs
geschützt werden können.
Zu Gast ist Vincent Klink, prominenter Gourmet und Fernsehkoch aus dem
ARD-Büffet und der SWR-Kochkunst.
SOLDATEN - Krieger oder Friedensdiener? 9. September 2003
Deutschlands Soldaten waren die Akteure zweier Weltkriege, die
beispiellos in der Geschichte sind und Europa in Schutt und Asche gelegt
haben. Heute hingegen ist die Bundeswehr längst integriert in das
Selbstverständnis eines geeinten Europas. Doch deutsche Soldaten sind
wieder im Einsatz, zum Beispiel in Afghanistan oder auf dem Balkan.
Während die Bundeswehr einen schwierigen Spagat zwischen Reform und
ständiger Einsatzbereitschaft im Ausland unternimmt, entscheidet sich
rund die Hälfte der Wehrpflichtigen für einen sozialen Ersatzdienst.
Galten Zivis und Wehrdienstverweigerer noch vor einigen Jahren als
Drückeberger, so haben sich der Zivildienst und das Freiwillige Soziale
Jahr heute längst als soziale Schwergewichte etabliert, die aus dem
gesellschaftlichen Bild Deutschlands nicht mehr wegzudenken sind.
PLANET WISSEN geht der Geschichte des deutschen Soldaten und
Zivildienstleistenden auf den Grund und diskutiert mit Prof. Dr. Manfred
Messerschmidt (Militärhistoriker und langjähriger Leiter des
Militärgeschichtlichen Forschungsamtes) Rolle und Aufgaben der deutschen
Soldaten heute.
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